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BEHEMOTH „I Loved You At Your Darkest“

BEHEMOTH haben sich Respekt verdient, definitiv. Heraus aus dem düsteren, steinigen Underground haben sie sich Schritt für Schritt, Album für Album, hochgearbeitet. Als „The Satanist“ 2014 erschien, ergossen sich bereits regelrechte Jubelarien über die Band, völlig zurecht wie es scheint.

Und wer nun glaubte, damit habe die Band auch schon ihren Zenit überschritten, hat sich in den Polen schwer getäuscht. Das neue Machtwerk „I Loved You At Your Darkest“ überrascht nun in vielerlei Hinsicht: Zum einen halten sie den Qualitätsstandard der Songs in punkto Songwriting und Arrangement sehr weit oben. Zum anderen schafft es BEHEMOTH ihrem schwarz angehauchten Death Metal noch mehr Erhabenheit, Stärke und Durchschlagskraft zu verleihen. Dabei öffnen sie die Genre-Grenzen und werden massentauglicher, ohne allerdings zu viel vom gewohnten Härtegrad zu verlieren. Sogar Kinderchöre und Blasinstrumente finden mittlerweile ihren Weg ins Soundkonstrukt. Und so erheben sich Tracks wie das pechschwarze „Wolves ov Siberia“, das fiese und bösartige „God = Dog“, das extrem düstere „Bartzabel“ oder das grenzenlos infernalische „If Crucifixion Was Not Enough...“. Hier und da ist man sogar versucht ein bisschen Me And That Man, das Side-Projekt von Mastermind und Sänger Nergal, heraus zu hören. Wie man sieht, können solche Nebenbeschäftigungen der Kreativität auch förderlich sein, nicht anders herum. Je mehr Szene-Puristen aus Trveheim sich abwenden werden, je mehr neue Fans werden die Polen mit „I Loved You At Your Darkest“ gewinnen. BEHEMOTH wimpen garantiert nicht ab, keinesfalls. Vielmehr zeigen sie, wohin der Weg des extremen Metals führen muss, um nicht in Belanglosigkeit und Selbstproduktion zu versinken.

Bewertung: 14 von 15 Punkten

Spielzeit: 46:40 Min.

Tracks: 12

Label: Metal Blade Records

Band-Webseite: https://behemoth.pl

 

Tracklist:

01.  Solve

02.  Wolves ov Siberia

03.  God = Dog

04.  Ecclesia Diabolica Catholica

05.  Bartzabel

06.  If Crucifixion Was Not Enough...

07.  Angelvs XIII

08.  Sabbath Mater

09.  Havohej Pantocrator

10.  Rom 5:8

11.  We Are the Next 1000 Years

12.  Coagvla

 

Line-Up:

Lead-Gesang/-Gutturaler Gesang, Gitarre, Studio-Bass, Studio-Synthesizer: Adam Michał „Nergal“ Darski

Gutturaler Gesang, Gitarre: Patryk Dominik „Seth“ Sztyber

Gutturaler Gesang, Bass: Tomasz „Orion“ Wróblewski

Schlagzeug, Studio-Hintergrundgesang: Zbigniew Robert „Inferno“ Promiński

 

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